Sonderpädagoge/in

Nach erfolgreich abgeschlossener Erzieher- oder Heilerziehungspfleger-Ausbildung kann in einem tätigkeitsbegleitenden oder vollschulischen Aufbaulehrgang der Abschluss zum/zur „staatlich anerkannten Sonderpädagogin/Sonderpädagogen“ erworben werden.

Als einzige Schule im Land Brandenburg bieten wir diesen Aufbaulehrgang an. Sonderpädagoginnen/Sonderpädagogen arbeiten in Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und in angeschlossenen Einrichtungen selbständig. Sie kooperieren mit pflegerischen, therapeutischen und freizeitpädagogischen Fachkräften sowie am Arbeitsprozess mitwirkenden Bezugspersonen und Institutionen. Sie haben die Aufgabe, geistig und mehrfach beeinträchtigte Schülerinnen und Schüler sonderpädagogisch zu begleiten, zu fördern und ihnen Hilfestellungen zur sozialen Integration und Teilhabe für ein selbstbestimmtes, persönlich sinnhaftes Leben zu geben.

Auf fachlicher Ebene vermittelt die Schule berufsspezifische Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Auf persönlichkeitsbildender Ebene werden Einstellungen und Haltungen gefördert, die nach ethischen Grundsätzen ein verantwortliches pädagogisches Handeln und Entscheiden ermöglichen.

Ausbildungsgliederung

Die Ausbildung zur/m Sonderpädagog*in können Sie bei uns in Teilzeitform absolvieren. Der Aufbaulehrgang dauert 2 Jahre; eine Verkürzung ist nicht möglich.

Auch nicht erwerbstätige Personen können sich für den Aufbaulehrgang Sonderpädagogik bewerben.

Im Ausbildungszeitraum muss ein Praktikum in einem anderen sonderpädagogischen Bereich nachgewiesen werden. Die Stundenzahl des zu absolvierenden Praktikums richtet sich nach dem praktischen Berufseinsatz.

In einem freiwilligen zusätzlichen Kurs können Sie die Fachhochschulreife erwerben.

Ausbildungsinhalte

Im Mittelpunkt der theoretischen Ausbildung steht die Vermittlung berufsbezogener Inhalte.

Berufsbezogener Bereich:

  • Berufsidentität
  • Behinderung und soziale Integration
  • Sonderpädagogische Konzepte entwickeln, danach arbeiten und sie reflektieren
  • Individuelle Unterstützungsangebote entwickeln, durchführen und reflektieren
  • Unterrichtsmethodik und Didaktik in Schulen mit spezifischen Förderschwerpunkten
  • Entwicklung der Motorik, Wahrnehmung, Kognition und Emotionalität
  • Beziehungsgestaltung und Kommunikation
  • Systemisches Handeln
  • Praxisreflektion und Fallarbeit im schulischen Kontext
  • Angeleitete sonderpädagogische Praxis mit schulischer Begleitung

Wahlbereich (zum Erwerb der Fachhochschulreife)

Für den Erwerb der Fachhochschulreife fallen 120 Stunden an. In dem Fach Deutsch/Kommunikation müssen 40, im Fach Mathematik 80 Stunden geleistet werden.

Aufnahmevoraussetzungen

Für die Ausbildung zum/r Sonderpädagog*in müssen Sie einen Berufabschluss als Staatlich anerkannte/r Erzieher*in oder Staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger*in nachweisen. Vorzulegen ist daher die Urkunde über die Staatliche Anerkennung.

Außerdem:

  • für die Teilzeitausbildung: eine Arbeitgeberbestätigung (s. Dokumente); aus dieser muss hervorgehen, dass der/die Bewerber/in mit mind. 20 Wochenstunden beschäftigt ist und der Arbeitgeber die Schule im Falle einer vorzeitigen Beendung des Arbeitsverhältnisses benachrichtigt.
  • Nachweis über die gesundheitliche Eignung (Ärztliches Attest) und
  • Nachweis über die persönliche Eignung (erweitertes polizeiliches Führungszeugnis)
  • 2 Passbilder neueren Datums

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.

Schultage

Die Schultage finden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt. Sobald die Schultage feststehen, informieren wir Sie.

Der Unterricht fällt in die Zeit zwischen 8.15 Uhr und 15.30 Uhr.

Schulgeld

Das Schulgeld für die Schüler*innen, die ab 01.08.2021 eine Ausbildung bei uns beginnen, beträgt monatlich 79 €.

Ansprechpartner für fachliche Fragen

Fachbereichsleitung Sonderpädagogik: N.N.

Bitte schicken Sie bei inhaltlichen Fragen zur Ausbildung eine Mail an N.N. gerichtet ans Sekretariat, wir leiten diese weiter.